Ausführliche Berichte von Klienten


Wie Menschen durch die Linden Methode geholfen wurde

 

Marks Geschichte

Mark ist ein perfektes Beispiel für den Erfolg der die Linden Methode bei den meisten unserer Klienten hat. Er wurde für das BBC-Radio interviewt. Hier ist ein Auszug aus dem Interview:


BBC: Was waren Sie für ein Mensch, bevor Sie diese Angststörung bekommen haben?

Mark: Wie ich war… ? Ich war kaum aufzuhalten – Ich war ständig in Bewegung, ständig beschäftigt, immer auf dem Weg zu irgendetwas – einfach völlig fit und voller von Energie. Meine Freunde und meine Familie beschrieben mich als sehr stark, sehr lebensfroh, sehr offen für alles. Wenn ich unter Menschen war, war ich immer für einen Scherz gut.

BBC: Was hatte sich geändert…?

Mark: Beschreiben Sie, wie Sie zu einer angstvollen Person wurden…
Ich kann die Veränderung nicht an einem bestimmten Zeitpunkt oder Ort festmachen. Im Sommer 1995 bemerkte ich, dass mir die Dingen nicht mehr so leicht von der Hand gingen. Ich bekam bei bestimmten Dingen Angst. Angefangen hat es beim Autofahren. Ich bemerkte, dass ich während der Autofahrt immer ängstlicher und ängstlicher wurde und danach bekam ich immer mehr Probleme damit. Die Angst baute sich immer weiter auf, ich bekam Panik und danach auch Platzangst, es wurde so schlimm, dass ich nicht mehr nach draußen gehen wollte. Ich fing so viele Fahrten an und kam nie am Ziel an, denn nach ein paar Kilometern drehte ich um und fuhr wieder nach Hause.

BBC: Wie hat sich die Angst bei Ihnen dann manifestiert?

Mark:  Als es immer schlimmer wurde, ging es mir richtig schlecht. Ich kam zu einem Punkt, an dem ich nicht mehr mein Haus verließ. Ich hielt mich nur noch in meinem Schlafzimmer auf. Nur das morgendliche Aufstehen war schon eine Qual… ehrlich gesagt blieb ich sehr viele Tage einfach in meinem Bett. Natürlich war ich auch noch von Valium und Beruhigungsmitteln abhängig, die ich wegen meiner Panik verschrieben bekommen hatte. Es wurde leider immer schlimmer und schlimmer.

BBC: Hat Ihnen die normale Medizin geholfen?

Mark: Die Allgemeinmedizin war gar keine Hilfe. Mir wurde Prozak verschrieben, denn man sagte, ich hätte Depressionen, was sich im nach hinein als kompletter Unsinn herausstellte. Als ich dann noch die Panikattacken bekam, wurde mir Diazepam und Valium verschrieben, dadurch fingen meine Probleme erst richtig an und alles begann ausser Kontrolle zu geraten. Die Panik wurde immer schlimmer und stärker und ich wurde sehr schnell auch noch von diesen Tabletten
abhängig. Es war wie eine Spirale nach unten. Die Dosis wurde von Woche zu Woche erhöht und ich wurde immer mehr und mehr abhängig davon. Das war wirklich eine richtige harte Zeit für mich. Deshalb habe ich leider nicht mehr so viel Vertrauen in Ärzte. Ich weiß, dass sie einen harten Job machen müssen, aber geholfen haben sie mir nicht. Sie wollten mir lediglich die Tabletten verschreiben und schickten mich dann wieder weg. Deshalb kann ich von meiner Seite aus sagen, dass mir die normale Medizin überhaupt nicht geholfen hat.

BBC: Wie hat die Angst Ihr Leben beeinflusst?

Mark: Ich lies zu, dass sie alles von mir einnehmen konnte, es betraf meine Beziehung mit meiner Freundin, die mich nicht verstehen konnte und nicht wusste, was mit mir geschah - da ich es selbst nicht wusste, konnte ich Ihr auch nicht böse sein. Meine Arbeit litt darunter. Ich kündigte nach einer Zeit, denn ich war nicht mehr im Stande arbeiten zu gehen. Ich rief immer häufiger an und lies mir Ausreden einfallen, warum ich nicht kommen konnte. Ich beendete meine Beziehung. Ich verlor meinen Job. Ich verlor mein Haus. Ich musste zu meinen Eltern zurück ziehen und Gott sei Dank kümmerte sich meine Mutter rührend um mich. Die Angst nahm also alles ein, was mein Leben vorher ausgemacht hatte. Nichts blieb so, wie es einmal war. Meine Freunde riefen mich an, ob ich mich nicht mit Ihnen treffen wollte, ich hatte immer neue Ausreden parat, um nicht das Haus verlassen zu müssen, deshalb riefen sie auch irgendwann nicht mehr an. Alles in allem war es ein absoluter Einschnitt in mein Leben – nichts blieb so, wie es einmal war.

BBC: Wie sah eine typische Panikattacke aus?

Mark:  Ein Gefühl komplett die Kontrolle zu verlieren. Ein Gefühl der Unwissenheit, einfach furchtbar. Es begann eigentlich immer mit einem trockenen Mund. Meine ganzen Sinne waren äusserst überreizt, Licht oder Geräusche, alles nahm ich extrem wahr, es war sehr schmerzhaft. Um überhaupt eine Panikattacke überstehen zu können, musste ich mich hinlegen, die Vorhänge zu ziehen, es musste sehr sehr leise sein, vor allem kein Licht. Meine Panikattacken dauerten manchmal eine ganz Stunde lang, es war wirklich sehr erschreckend. Ich würde das noch nicht einmal meinem größten Feind wünschen. Mittlerweile kann ich zurückschauen und darüber
schmunzeln, denn jetzt geht es mir wieder gut und ich bin der „alte Mark“. Dennoch möchte ich diese Zeit nie wieder durchmachen müssen.

BBC: Hätten Sie zu dieser Zeit jemals gedacht, dass es Ihnen wieder irgendwann gut gehen könnte?

Mark: Zu dieser Zeit dachte ich, dass mein Leben zu Ende wäre, ich dachte, das war es jetzt. Ich konnte das bekannte Licht am Ende des Tunnels nicht mehr sehen. Mein Leben kümmert sich nur darum, wie ich jeden Tag mit dieser Angst und Panik umgehen konnte. Ich konnte mich mit nichts anderem mehr beschäftigen, arbeiten zu gehen oder gar Freundschaften zu pflegen, war mir völlig fremd. Ich dachte, das war es jetzt, Gott sei Dank lag ich darin falsch!

BBC: Wie wurden Sie auf die Linden Methode aufmerksam?

Mark: Ich hörte das erste Mal von der Linden Methode über einen Bekannten meiner Familie. Er rief meine Mutter an und erzählte ihr davon. Natürlich war meine Mutter sehr besorgt um mich, sie musste sich 24 Stunden am Tag um mich kümmern. Sie nahm also Kontakt mit Charles auf und von da an, veränderte sich alles. Ich wohnte recht nah bei Charles und deshalb hatte ich die Möglichkeit einen Besuch mit ihm zu vereinbaren. Er nahm mich an die Hand und zeigte mir, was ich tun konnte um wieder mein Leben unter Kontrolle zu bringen.

BBC: Wie war Ihre erste Begegnung mit Charles?

Mark: Es war ein Erlebnis, das mich nach vorne brachte, auf den richtigen Weg so zusagen. Wirklich das erste Mal nach einer langen Zeit wo ich wirklich das Gefühl hatte, ich hätte etwas unter Kontrolle. Er ging mit mir nach draußen und wir liefen ungefähr 10 Minuten lang.Von diesem Zeitpunkt, bekam ich immer mehr Kontrolle über alles. Natürlich war es nicht leicht aber diese 10 Minuten veränderten mein ganzes Leben. Er zeigte mir, dass ich sehr wohl Kontrolle über alles haben konnte. Die darauf folgenden Woche bekam ich immer mehr und mehr Kontrolle zurück, wohl in kleinen Schritten, aber dennoch die Kontrolle kam wieder. UND sie wuchs
immer weiter. Ich schrieb damals eine Art Tagebuch darüber, ich habe es immer noch. Wenn ich darin manchmal lese muss ich über Sätze wie: „Ich ging nach draußen zu dem Laden an der Ecke“ der eigentlich lediglich zwei Minuten weg ist, lachen. Aber dennoch, das war der Punkt an dem sich alles änderte. Dieser Spaziergang zeigte mir, dass ich sehr wohl wieder alles unter Kontrolle hatte.

BBC: Beschreiben Sie, wie es ist die Linden Methode zu benutzen

Mark: Es geht darum kleine Schritte zu machen, aber diese sind sehr positiv. Und, auf was ich wirklich aufmerksam machen möchte, ist die Atemtechnik. Diese Technik ist wirklich sehr sehr hilfreich. Sie hat mir mehr geholfen als jede Tablette, die ich jemals eingenommen habe. Es gab Zeiten, in denen ich eine Panikattacke hatte und genau wusste, dass ich nicht richtig atmete. Natürlich war es nicht einfach am Anfang dieses richtige Atmen auszuführen, aber man muss sich wirklich
darauf konzentrieren und es immer wieder üben.

BBC: Wann hatten Sie das Gefühl, wieder der alte Mark zu sein?

Mark: Nachdem ich Charles traf veränderte sich mein Leben immer mehr in Richtung „alter Mark“. Ich begann damit meine Beruhigungstabletten abzusetzen, jede Woche etwas mehr. Und plötzlich realisierte ich: Moment einmal, ich habe ja immer mehr Kontrolle über alles. Natürlich hatte das einen positiven Effekt, immer mehr positive Dinge folgten. Es ging mir wirklich immer besser!

BBC: Was ist der Unterschied zwischen dem alten Mark und dem Mark der Sie jetzt sind?

Mark: Ich bin viel ruhiger geworden. Ich fühle mich ausgeglichener. Ich rege mich nicht mehr so auf, z.B. während des Autofahrens, wie ich es früher gemacht habe. Mein ganzes Leben hat sich zum positiven verändert. Ich bin einfach wieder auf dem richtigen Weg. Nichts kann mich so leicht aus der Bahn werfen. Wenn ich wirklich mal einen schlechten Tag habe, denke ich zurück, wie es mir früher einmal ging und dann muss ich eigentlich darüber schmunzeln, denn egal ob es ein schlechter Tag ist oder nicht, im Gegensatz zu früher ist selbst so ein Tag ein positiver. Ich bin allgemein viel positiver geworden.

BBC: Wer ist für diese positiven Veränderungen verantwortlich?

Mark: Ich weiß nicht, wo ich jetzt wäre, wenn ich nicht Charles getroffen hätte. Diese Begegnung und das erlernen der Linden Methode hat wirklich alles verändert. Ich dachte wirklich ich hätte den Punkt in meinem Leben erreicht, wo sich nichts mehr ändert, ich würde so sein für immer. Aber es hat sich alles geändert, innerhalb von ein paar Monaten. Ich bin dadurch ein viel selbstbewußterer Mann geworden. Mich kann so leicht nichts mehr umwerfen.

BBC: Würden Sie die Linden Methode anderen Menschen mit Angststörungen empfehlen?

Mark. Wenn ich jemanden mit einer Angststörung treffen würde, würde ich nicht zögern ihm von der Linden Methode zu erzählen. Wenn ich nicht die Methode entdeckt hätte, wüsste ich wirklich nicht, wo ich jetzt wäre. Wenn Menschen mit einer Angststörung das jetzt hören sollten, kann ich ihnen wirklich nur eins sagen: Es gibt Hoffnung, Sie können wieder die Kontrolle erlangen. Die Linden Methode hat mir die Zuversicht gegeben und meine Kontrolle kam wieder zurück. Sie wirkt wirklich. Ich bin der lebende Beweis dafür.

BBC: Was möchten Sie in Zukunft tun – welche Pläne haben Sie?

Mark: Seit ich die Methode benutzt habe, kann ich wieder mein Leben so leben, wie ich das möchte. Ich werden drei Monate eine Reise durch die USA machen mit meiner neuer Freundin. Diese Reise plane ich seit 2 Jahren. 6 Jahre lang war ich nicht mehr in der Lage vereisen zu können. Ich freue mich so sehr darauf und ich denke, ich habe mir diese Reise wirklich verdient, nach all dem, was ich durchgemacht habe. Ohne die Linden Methode wäre ich nicht in der Lage
wegfahren zu können. Ich kann es wirklich kaum erwarten!


Hallo hier spricht Charles! Leider habe ich nicht sehr oft die Gelegenheit meine Klienten persönlich kennen zu lernen, was auch kein Wunder ist, bei über 400.000 Menschen weltweit bis jetzt. Jedoch bekomme ich sehr oft sehr inspirirende Briefe von Menschen wie Mark und jedes Mal ist das ein ganz toller Erfolg und ein richtig gutes Gefühl für mich, meine Frau Beth und den Rest des Teams!


Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie beeindruckt ich war, als ich gehört habe, dass Mark einen neuen Job, eine neue Freundin, ein neues Zuhause und tolle Zukunftspläne hat. Meine Methode hat Mark gezeigt, dass er, nachdem er den ersten Schritt gemacht hatte, sein Leben zu ändern, wieder in der Lage war Kontrolle über alles zu erlangen und in der Lage war, ohne Ausnahme all das tun zu können, was er möchte.

 

Katies Geschichte

Katie war wirklich nahe dran, alles zu haben. Einen tollen Job, eine liebende Familie, einen nette Freund ein soziales Leben - das war bevor ihre Probleme mit der Angststörung begannen!

„Es gab Gerüchte von Entlassungen in unserer Abteilung. Nur Gerüchte. Aber das war genug, dass alle bei mir anfing. Ich wurde sehr ängstlich. Jeden Montag wenn ich zur Arbeit fuhr, hatte ich das Gefühl hoch gerufen zu werden, damit man mir meine Kündigung aussprechen konnte. Ich begann mich darum zu sorgen, was ich tun würde, wenn ich entlassen werden würde und trotz jahrelanger Erfahrung in meinem Job war ich davon überzeugt, keinen neuen mehr zu finden und dadurch von der Gesellschaft als arbeitsunfähig bezeichnet zu werden. Ich fühlte mich absolut nutzlos!”  

Heute weiß Katie, dass diese irrationalen Gedanken ein Teil ihrer Angst waren.  

„Allmählich beraubte mich diese Angst meines Vertrauens, als erstes verlohr ich mein Selbstvertrauen bezüglich meiner Arbeit, dann auch bezüglich meines Privatlebens. Es ist wirklich bizarr, hätte ich einfach so weitergemacht wie bisher, wäre wahrscheinlich alles in Ordnung gewesen. Aber der Gedanke an meine Arbeit und die Sorge darüber, mein Name könnte auf der Kündigungsliste stehen, waren genug, um diese Angst auszulösen.”  

Nach sechs Monaten war Katies Selbstbewußtsein auf einem Tiefstand. „Ich war mir bezüglich meiner Fähigkeiten nicht mehr sicher. Ich dachte an einen Betrug, eine Falle, die man mir stellen wollte, nur um die Bestätigung zu erhalten, dass man mich kündigen müsste. Reisen war der Horror. Die große Verkaufskonferenzen und internationale Ausstellungen, die ich früher mit links gemeistert hatte, wurden zur richtigen Qual für mich. Ich bekam Platzangst und suchte ständig nach Gründen und Ausreden, nicht teilnehmen zu müssen. Es beeinflusste meine Arbeit und die Art, wie mich meinen Kollegen und Chefs sahen.“  

Ihre Angst wuchs und auch ihre privaten Beziehungen wurden in Mitleidenschaft gezogen. „Ich war mir sicher, dass niemand verstand, was ich durchmachte. Nicht einmal mein Freund. Er versuchte natürlich mir helfend zur Seite zu stehen, aber weder er noch meine Familie konnten es wirklich verstehen. Das ist auch der Grund, warum es wichtig ist, mit einem Menschen wie Charles zu reden, der weiß, wie es ist. Nur Leute die es selbst erlebt haben wissen wie schrecklich es ist!“ 

Katie bekam immer mehr Platzangst und isolierte sich dadurch. „In der Zeit, als die Angst am schlimmsten war, wurde ich sogar vor meinem eigenen Schatten ängstlich. Ich kann es nicht wirklich beschreiben. Gefühl erwecken die Angst und Angst die Gefühl und es ist, als ob sich ihr ganzer Tag nur noch um die Angst dreht. Ständig ist das Gefühl von Furcht anwesend. Und, selbst wenn Sie bei den Leuten sind, bei denen sie sich normalerweise sicher fühlen, selbst dann ist die Angst dennoch ständig vorhanden. Manchmal hat man das Gefühl, man hätte alles unter Kontrolle, aber das täuscht. Ich fühlte mich ständig und konstant ängstlich. Die Zeiten, wo ich das Gefühl hatte, dass es mir besser geht, wurde immer weniger.“  

Katie war über diese Zeit hinweg in ärztlicher Behandlung. Aber dies führte bei ihr zu dem Gefühl, die Kontrolle über die Realität zu verlieren. „Ja, ich hatte teilweise eine Entlastung durch diese Behandlung. Es war mehr eine Abgabe der Kontrolle, ich dachte, ich müsste dadurch keine Entscheidungen selbst treffen. Diese Furcht war konstant bei mir.  Ich hörte damit auf, meine Zukunft zu planen, weil ich das Gefühl hatte, mich dadurch in eine verwundbare Positionen zu platzieren und wenn ich meine Zukunft nicht planen müsste, hatte ich das Gefühl mich zu schützen. Dennoch wurde ich immer wütender mit mir selbst, weil ich mich mehr und mehr von dem weg entwickelte, was mich früher einmal ausgemacht hatte. Dadurch hatte ich immer mehr das Gefühl, nutzlos zu sein und es ging mir immer schlechter. Wenn ich jetzt auf diese Zeit zurück blicke, sehe ich, dass ich versucht hatte, mich in eine schützende Muschel zurück zu ziehen. Ich nahm noch nicht einmal das Telefon ab, auch nicht, wenn ich wußte, wer an der Leitung war. Ich war ständig in meinem Zimmer. Ich wollte nur noch schlafen, weil das die einzige Tätigkeit war, wo ich mich eingermaßen sicher fühlte.“  

Katies Angst führte dazu, dass sie nicht mehr arbeiten ging. "Es ist wirklich ironisch, aber ich wurde nie entlassen! Tatsächlich waren meine Kollegen und Chefs sogar sehr hilfsbereit während dieser Zeit. Und irgendwie war das auch das Schlechteste, was sie machen konnten! Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin wirklich dankbar darüber, aber dadurch hatte ich die Zeit um tagtäglich über meine Angst nachzudenken und immer besessener davon zu werden. Ich durchsuchte das Internet nach einem Wundermittel.“

Katie fand die Lindenmethode und, obwohl sie über einige Behauptungen im Internet mehr als skeptisch war, beschloss sie die Methode doch auszuprobieren. „Als ich die Website las, konnte ich einige Behauptungen einfach nicht glauben. Ich meine, ich wußte ja, wie schlecht ich mich fühlte und wie schrecklich alles war und da war ein Mann der behauptete, dass ich alleine etwas gegen diese Sache machen konnte und dass diese Veränderungen auch schnell von statten gehen könnte. Ich dachte, das ist zu schön um wahr zu sein. Aber ich rief dennoch die Telefonnummer an und als ich mit Charles sprach, war ich überrascht, dass er nicht das typische Verkaufsgespräch mit mir führte. Er erzähle mir seine eigene Geschichte, was er alles durchmachen musste und wie er letztendlich da wieder raus kam, er klang so ruhig und zuversichtlich, dass ich dachte, was konnte ich schon verlieren?"

Katies Vertrauen zu Charles zahlte sich aus! „Ich konnte nicht glauben welche Wirkung die Lindenmethode auf mich hatte.  Schon alleine die Art und Weise, wie sie geschrieben ist, führte dazu, dass es bei mir klick machte. Charles ist kein Doktor, aber meiner Meinung nach ist er wesentlich besser qualifiziert, weil er diesen Zustand am eigenen Leib erfahren hat.  Zum ersten Mal verstand jemand, was mir Angst machte.  Die Methode appeliert an den normalen Menschenverstand. Ich merkte, dass ich nicht krank war. Ich hatte keinen psychisch-kranken Zustand erreicht.  Und ich wurde nicht verrückt! Meine Angst kam von einer schlechten Verhaltensgewohnheit, die bei meinen Fall aus der Angst vor Kontrollverlust entstanden war und der daraus folgenden Notwendigkeit es jedem um mich herum und mir selbst ständig beweisen zu müssen. Charles erklärte mir, dass meine Amydala über Jahre hinweg sensibilisiert worden war und sich auf einem höheren Level der Angst befand. Dieser Vorgang hatte sich wahrscheinlich schon über Jahre hinweg aufgebaut und die Angst vor der Entlassung war einfach der Tropfen gewesen, der das Faß zum überlaufen gebracht hatte.“

Mittlerweile geht Kathie wieder arbeiten und auch im Privaten läuft alles bestens, sie möchte sogar eine Familie gründen. „Vor Jahren hätte ich mir es nicht vorstellen können, eine Familie zu gründen. Ich übte so viel Druck auf mich aus, es wäre völlig außer Frage gewesen. Durch die Methode habe ich gelernt, dass ich mich eben nicht nur durch meine Arbeit bestimme oder darauf achte, was die Menschen von mir denken. Ich trete nicht mehr in Wettbewerb mit anderen Menschen und messe mich mit ihnen, natürlich gehört das auch zum Leben, aber es ist bei Weitem nicht der wichtigste Teil meines Lebens. Ich dachte immer ich bin ein Draufgänger, ich hatte mich selbst auf eine gewisse Ebene gehoben und war mir sicher, dass ich die typische dynamische Karrierefrau wäre. Es war meine Verantwortung, meine Entscheidung - aber als die Angst kam, war ich noch nicht einmal in der Lage eine kleine Entscheidung alleine zu treffen. Wenn ich Charles nicht gesprochen habe, würde ich mich immer noch verstecken, vor mir und der restlichen Welt. Er weiß wirklich genau, wie es ist, sich diesen Ängsten zu stellen! Er ist nicht nur ein Name oder eine Photographie auf einer Website!“  

Jemma Kid, Gräfin von Mornington, im Interview mit C. O'Brian

„Angst war mein eigenes Gefängnis”: so Jemma Kidd,
Gräfin von Mornington und Schwester von Supermodel Jodie Kidd in einem Interview – UND wie Sie Ihre lähmende Angst und Panik letztendlich beseitigen konnte. Interview mit Catherine O'Brien im Daily Mail, 22. Januar 2011.

Für den Rest der Welt führt Make-up Artist und YOU Kolumnistin Jemma Kidd ein tolles Leben: eine glamouröse Karriere, verheiratet mit einem englischen Aristokraten, Mutter eines süßen Zwillingspärchens… Im Geheimen aber, so erzählt Sie Catherine O’Brien, litt Sie jahrelang an einer immer stärker werdenden Angststörung.

„Nach jeder Attacke hatte ich das Gefühl, ich wäre im Kriegsgebiet gewesen,” sagt Jemma Kidd.

Jemma Kidd wird gerade im Garten fotografiert, als ich zum Interview mit Ihr ankomme. Das Wort Garten ist eigentlich eine Untertreibung, Jemmas Haus auf dem Land ist ein georgisches Pfarrhaus in mitten von 350 Hektar Parkland, Teil des familiären Anwesens Ihres Mannes in Hampshire/Berkshire. Ihr Mann ist Arthur, Graf Mornington, 32, der zukünftige Herzog von Wellington. Während ich Jemma zusehe, wie Sie unter einer Weide für die Fotos posiert, überkommt mich der Gedanke, dass Sie einmal eine wunderschöne Herzogin sein wird.  

Für YOU Leser ist Jemma durch Ihre wöchentliche Make-up Masterclass Kolumne bekannt.  Wie Ihre Schwester, das Supermodel Jodie auch, ist Sie mit einer markelosen Schönheit gesegnet und lebte schon immer ein tolles behütetes Leben, mit vielen Privilegien, Ihr Vater ist der berühmte und erfolgreiche Springreiter Johnny Kidd. Sie ist eine der bekanntesten Make-up Artist Ihrer Generation. Heute, mit 36, leitet Sie Ihre eigene Kosmetik- Schule, Sie entwickelte zwei erfolgreiche Produktlinien und Ihr einzigartiger Stil ist gefragter den je bei Promis und Fotografen weltweit.  Durch Ihre Heirat wurde Sie zur Gräfin von Mornington, Sie ist Mutter eines prächtigen Zwillingspärchens, Mae und Darcy. Jeder würde denken: Jemma hat wirklich alles was man braucht um ein wunderschönes Leben führen zu können.
 
Dennoch hat mich Jemma heute dazu eingeladen, über ein schwarzes Geheimnis zu sprechen, dass lange Zeit Ihr Leben beeinträchtig und geprägt hat. Seit Ihrem 20 Lebensjahres litt Jemma an einer immer stärker werdenden Angststörung. Jederzeit, während der Arbeit, beim Autofahren, beim Essen mit Freunden, kamen Ihre Panikattacken. Ihr Herz fing an zu rasen, Ihr wurde kalt und heiß und Sie hatten ständigen Brechreiz. „Die Attacken fühlten sich immer so an, als ob ich jeden Moment einen Autounfall haben würde, wenn das Adrenalin durch deinen Körper rast und du Angst hast, jeden Moment zu sterben. Für Außenstehende sah ich so aus, als ob ich alles unter Kontrolle hätte, innerlich dachte ich: ,Wenn ihr nur wüsstest’.”

Laut einer NHS Statistik hat einer von zehn Menschen ab und zu Panikattacken und einer von hundert eine vollständige Panikstörung. Der Zustand kommt zweimal häufiger bei Frauen vor und, wie auch bei Jemma, macht sich diese Störung meistens ab 20 bemerkbar. Jemma sagt uns, dass auch Jodie, 32, die selben Probleme hatte, wie Sie. „Sie lief keine Catwalk-Shows mehr, weil Sie genau dort diese Panik verspürte.” Beide Schwestern hatten Zeiten in den sie dachten, sie würden verrückt werden. Mittlerweile konnten beide, mit Hilfe von Angstexperten Charles Linden und dessen Antiangst-Programm Ihre Angststörung besiegen. „Leider wird die Angststörung häufig mit einer mentalen Krankheit verglichen und als Zeichen von Schwäche und Kontrollverlust gedeutet. Es ist aber weder das eine noch das andere – das ist auch der Grund warum ich meine Geschichte erzählen möchte,” sagt Jemma, “damit man mit diesen Tabus endlich aufräumen kann.”
 
Der erste Mythos, mit dem Jemma aufräumen möchte ist, dass die Angststörung angeblich immer von einer schlimmen oder ungerechten Kindheit ausgelöst wird. „Meine Kindheit war wirklich sehr glücklich,” sagt Sie. Jemmas Vater ist der Enkel von Lord Beaverbrook, und Ihre Mutter Wendy ist eine Baronet Tochter und früheres Model. Die Kinder führten ein spaßiges, interessantes Leben auf dem Familiensitz in Gloucestershire oder auf den Plantagen auf Barbados, immer umgeben von vielen Pferden. Der ältere Bruder Jack, 37, ist ein professioneller Polospieler und auch Jemma und Jodie sind gute Reiter. Jemma war sogar einmal Teil des nationalen Dressur-Juniorteams. Wie viele Teenager aber, fand Sie irgendwann andere Interessen. „Ich fing an nach London zu gehen um coole und interessante Dinge zu tun, wie in Nachtclubs zu gehen, dadurch wurde ich abgelenkt,” erklärt Sie.   
 
Rückblickend sagt Jemma, dass Ihre späten Teenagertage eine ungewissen Zeit für Sie waren. Sie verließ die Schule mit 17 und obwohl auch Sie die „Kidd-goldene-Haare-DNA“ hatte, fühlte Sie sich oft unwohl. „Ich ging durch eine Art Kinderspeck-Phase und eine Phase in der ich nicht wirklich wusste, wer  ich war und was ich tun wollte.“ Sie besuchte einen Koch- und Sekretariatskurs und versuchte sich, neben Ihrer Schwester, auch als Model. „Ich war, im Gegensatz zu meiner Schwester, davon nicht wirklich fasziniert.“ Obwohl Sie aus einer sehr extrovertierten Familie stammt, war Sie immer die Ruhigere und, für eine Zeitlang, hatte Sie das Gefühl einfach so dahin zu treiben.  
 
Im Alter von 20 hatte Sie Ihre erste Panikattacke. Noch heute kann Sie sich sehr lebendig daran erinnern: „Ich war zuhause in Gloucestershire und wachte eines Morgens auf und fühlte mich merkwürdig. Im Laufe des Tages fühlte ich mich ängstlich und irgendwie alleine. Das war schon sehr merkwürdig, denn ich war ja zuhause, umgeben von liebenden Menschen dennoch fühlte ich mich ängstlich. Dann abends, als ich in meinem Schlafzimmer war, kam es zur Panikattacke. Alles fühlte sich verzerrt an. Ich fühlte mich schlecht, mein Herz begann zu rasen und ich konnte kaum mehr atmen. Nach zehn Minuten war alles vorbei, danach fühlte ich mich als ob ich in einem Kriegsgebiet gewesen wäre. Der schlimmste Teil war, dass es keinen Auslöser dafür gegeben hatte – nicht Schlimmes war geschehen. Ich hatte das Gefühl, ich könnte es niemanden sagen. In meiner Familie hat sich jeder immer sehr unter Kontrolle und ich dachte, sie würden mich eh nicht verstehen könnten. Deshalb behielt ich den Vorfall für mich.“

Innerhalb der nächsten Tage hatte Sie eine zweite Attacke, dieses Mal im Auto. „Das war ganz furchtbar. Ich war völlig von der Rolle, orientierungslos und schwitzte, schnappte nach Luft und mein Herz sprang förmlich aus dem Körper. Auch dieses Mal war es in ein paar Minuten wieder vorbei, dennoch hatte ich keine Idee, was mit mir vor ging.“

„Plötzlich bemerkte ich, dass ich wieder eine normales Leben führte“.
 
Gemäß der gemeinnützigen Organisation für psychisch Kranke ist eine Panikattacke eine überhöhte Reaktion des Körpers auf Furcht oder Stress. Wenn es der Mensch mit einer potentiell gefährlichen Situation zu tun bekommt, schüttet der Körper Adrenalin aus, um dadurch den „Flucht oder Kampf“-Instinkt auslösen zu können. Wenn wir allerdings zu viel Adrenalin produzieren, kann dieser Überschuss dem Menschen Gefühle des absoluten Terrors bescheren. Wenn ein Mensch mehrere dieser Attacken erlebt, kann es zu einem Angstkreislauf kommen, genau dies, passierte auch bei Jemma.

„Diese Attacken sind so chaotisch und lähmend, dass man Angst vor der nächsten Angst bekommt. Man möchte diese irgendwie verhindern und fängt an alles zu vermeiden, was diese auslösen könnte. Ich hörte auf alleine Auto zu fahren; ich organisierte mein Leben so, dass ich niemals irgendwo alleine hingehen musste. Ich konnte nicht einkaufen gehen oder an andere Orte, wo viele Menschen waren. Wenn ich wusste, dass ich irgendwo anders übernachten musste, hatte ich schon Tage zuvor Angst davor. Ich klärte immer ab, wie nahe die Wohnungen
an den nächsten Krankenhäusern waren. Die Symptome waren so real, dass ich immer damit rechnete einen Herzinfarkt zu bekommen.“
 
Zur schlimmsten Zeit hatte Jemma mehrere Attacken pro Woche. Ein Jahr nachdem sie begonnen hatte, entschloss sich Jemma dazu eine Karriere als Make-up Artist zu beginnen. „Wenn ich mich damals geschminkt hatte, ging es mir besser, ich war selbstsicherer. Dieses Gefühl wollte ich auch anderen Menschen vermitteln.“ Sie fing an sich auf der Glauca Rossi Make-up Schule in London ausbilden zu lassen und Ihr Angstlevel nahm wieder ab. „Beschäftigt zu sein, hilft wirklich,“ sagt Sie heute, „dennoch hörten die Attacken nie richtig auf“.

Jemma fing an für den Make-up Guru Mary Greenwell zu arbeiten. „Meine Karriere ging steil bergauf, dennoch hatte ich Angst davor, ich könnte meine Job verhauen. Ich kann mich noch genau daran erinnern, dass ich Supermodels in Mailand schminkte und mein Herz fing an zu rasen, im Kopf drehte sich alles. Es war sehr anstrengend für mich.“
 
Auch gesellschaftliche Anlässe waren eine Nervenprobe. „Ich war einmal auf einem Essen, wo auch die Queen war. Das war sehr sehr stressig für mich, da man nicht mehr vom Tisch aufstehen durfte, nachdem sich die Queen hingesetzt hatte. Ich saß also da, hielt mich am Stuhl fest, sagte mir immer wieder, dass ich nicht explodieren würde und das keine Notärzte kommen müsste, um mich vom Boden aufzuheben.“ Solche Albtraum-Szenarien sind den meisten Betroffenen bekannt, die an Angststörungen leiden. Denn sie haben lebhafte Fantasien die Krankheiten, Katastrophen und Tod hervorrufen können.
 
Jemma erzählte nun doch Ihrer Familie und Ihren Freunden, was Sie durchmachen musste.
„Jodie verstand mich, denn auch Sie hatte diese Angststörung, obwohl Sie extremen Sport machte um Ihren Adrenalinspiegel so niedrig wie möglich zu halten.“ Jemma erinnert sich, dass Ihre Mutter und Freunde sehr gut auf diese Nachricht reagiert haben. „Dennoch, wenn man niemals Panikattacken hatte, wird es immer schwer sein, sich in die Lage des Betroffenen versetzen zu können.“ Sie ging zu Ärzten, die Ihre Medikamente verschrieben, die Sie allerdings niemals nahm und Sie machte alternative Therapien, wie Meditation, Akkupunktur, Reflexzonenmassage und Reiki. „Diese Anwendungen halfen ein wenig, dennoch hatte ich weiterhin Attacken.“ Heute ist Jemma dankbar darüber, dass Sie eine solche innere Stärke hatte. „Ich musste einfach weitermachen mit meinem Leben. Ich lernte mit den Attacken leben zulernen und wurde immer besser darin, diese zu verheimlichen.“
 
Mit 27 lernte Jemma Ihren zukünftigen Mann in einem Nachtclub auf Ibiza kennen. Sie verstanden sich auf Anhieb und die Freundschaft gab Jemma Bodenständigkeit. „Arthur gab mir Sicherheit. Er ist ein sich kümmernder liebevoller Mann und von Anfang an fühlte ich mich mit Ihm sicher und glücklich.“
 
Nach einem Jahr machten Sie zusammen Urlaub, immer eine große Herausforderung, wegen des unfamiliären Umfeldes. „Wir gingen in eine wunderschönes Hotel in Mexiko – es war wie im Paradies. Wir setzen uns gerade in einen Sonnenstuhl mit einem Cocktail in der Hand, als eine Attacke kam. Ich rannte ins Zimmer zurück und war für zwei Tage nicht mehr in der Lage wieder hinaus zugehen. Das war grausam für Ihn. Natürlich hatte er schon ein paar Attacken mit
bekommen, das war jedoch mit Abstand die schlimmste, bei der er Zeuge war.“
 
Das war für mich die Wende. „Ich erinnere mich daran, dass ich dachte ,Du hast jetzt genug davon’.“ Jemma ging ins Internet und stieß auf die Webseite von Charles Linden, 42, einem früheren TV Produzenten aus Kidderminster, Worcestershire. Charles litt über 7 Jahren an chronischer Angststörung und entwickelte seine eigene Methode um mit Angst, Panikattacken, Phobien und obsessiver-kompulsiver Störung fertig zu werden. „Ich kaufte mir sein Buch und die CDs und lies seine Geschichte, die 50mal so schlimm war, wie meine. Ich war mir sicher, ich selbst konnte etwas dagegen tun. Innerhalb von Tagen fühlte ich mich besser,“ sagt Jemma.


Charles Linden sagt selbst, dass er über 136.000 Betroffenen weltweit bisher mit seinem Programm helfen konnte. Diese Methode zeigt den Betroffenen eine Liste von einfachen Regeln auf. Ängstliches Verhalten ist eine Gewohnheit und die Betroffenen müssen Ihr Unterbewusstsein neu umtrainieren, das sie wieder angebracht mit ängstlichen Situationen und Gedanken umgehen können. Alles baut sich auf „9 Säulen“ bzw. Leitsätzen auf, die zum Beispiel den Rat geben nicht mehr darüber zu sprechen, nicht mehr danach zu suchen oder die Erinnerungen an die Angst festzuhalten, beinhalten – wieder aktiv zu werden und somit das Bewusstsein abzulenken.  
 
„Ich bemerkte, dass ich meine Angst immer stärker gemacht hatte, obwohl die bessere Art damit umzugehen gewesen wäre, meinen Kopf davon abzulenken,“ sagt Jemma. In dem Moment, als Sie das begriffen hatte, war die Umsetzung wesentlich leichter, als Sie dachte.
 
„Wenn ich beim Autofahren plötzlich Angst bekam, drehte ich die Musik so laut es ging auf und sang mit. Wenn ich mich bei einem Empfang plötzlich komisch fühlte und dachte eine Panikattacke würde kommen, drehte ich mich zu einem Menschen um und konzentrierte mich auf alles, was er sagte.“
 
Sie lernte auch, sich wieder mehr unter Menschen zu begeben.

„Ich fing wieder an zu reiten, nahm aber eher Lehrstunden, als alleine auszureiten. Anstelle von alleine Schwimmen zu gehen, ging ich in eine Fitnessgruppe. Wenn ich dennoch irgendwo sitzen musste, in einem Wartezimmer zum Beispiel, spielte ich Tetris (ein Puzzel-Videospiel). Plötzlich bemerkte ich, dass ich wieder ein normales unängstliches Leben führte. Es war absolut befreiend.“
 
Jemma traf Charles und arbeitet mittlerweile mit Ihm bei seinen „residential anxiety recovery retreats“ in Worcestershire. „Ich selbst habe eine dieser Tagungen besucht und weiß, wie transformativ seine Arbeit ist.“

Dennoch heißt all das nicht, dass Jemma jetzt ein komplett sorgenfreies Leben führt. Auch Sie hatte die selbe voreheliche Nervosität, wie jede Braut und nachdem Sie Arthur vor 5 Jahren geheiratet hat und Mutter wurde hatte auch Sie die typischen Stimmungsschwankungen, die jede werdende Mutter erlebt. Allerdings hat Sie keine Panikattacken mehr. „Der große Unterschied ist, dass ich jetzt, wie jeder Mensch, ab und zu angebrachte Angst habe. Ich weiß, wie ich meine Angst unter Kontrolle halten kann und ich habe das geistige „Werkzeug“ damit umzugehen,“ sagt Sie.
 
Dieses Werkzeug beinhaltet auch die zwei kleinen Menschen, die jetzt Zentrum Ihrer Welt sind. „Diese ganze Angst hinderte mich über Jahre hinweg eine Mutter zu werden,“ sagt Sie. „Jetzt aber habe ich Mae und Darcy, die Beiden sind die liebevollste, „hör-auf-nur-auf-dich-zu-sehen“- Gegenwart in meinem Leben.“