Der Linden Methode BLOG – 4

Meine Ehefrau Beth sagt immer ich wäre ein alter Romantiker, wahrscheinlich hat sie Recht!


Jeder Mensch weiß, wie sich das anfühlt! Die körperlichen Empfindungen, die wir alle erfahren, wenn wir uns verlieben, sind sehr real. Wir haben Schmetterlinge im Bauch...unsere Wangen werden rosig...wir stottern, unsere Kehlen werden trocken und wir bekommen keinen Pieps mehr raus... unsere Handflächen sind schweißgebadet... wir fühlen uns auf unerklärlicher Weise glücklich und aufgeregt, weil wir in der Gegenwart unserer Lieben sind.  Diese sind nur einige der körperlichen Gefühle, die wir erfahren, wenn wir uns verlieben!

Wir haben alle diese Empfindungen - sie sind einen wesentlichen Teil unseres ursprünglichen „Menschseins“. Die Regeln von Anziehung und Partnerwahl sind für uns sehr wichtig - in Tagen von Computern, Sozial Media und Raketenwissenschaftstechnik reagieren wir dennoch wie unsere Vorfahren. Diese Vorgänge bedeuten das „Überleben unserer Spezies“. Und diese "angenehmen"  körperlichen Empfindungen sind ein Teil davon.

Genauso wurde unser Überlebensinstinkt über Jahrhunderte immer wieder verbessert. Wenn sich unsere primitiven Vorfahren bedroht fühlten, zum Beispiel wenn sie vor einem gefährlichen Tier gegenüberstanden, ging ein Alarmsensor an. Dieser Sensor war der Überlebensinstinkt, den wir  „Flucht oder Kampf“ nennen.

Diese 'Flucht oder Kampf' Reaktion löst eine ganze Anzahl von körperlichen Empfindungen aus. Nicht alle davon sind so "angenehm", wie die, die wir erfahren, wenn wir uns verlieben, aber dennoch sind sie für unser Überleben äusserst wichtig!

Herzrasen... Verspannungen... verlagsamte oder schnellere Atmung… fokussiertes Denken… Brustschmerzen... Schwindel,... Übelkeit... Desorientierung…Schwitzen... beunruhigende Gedanken... Kurzatmigkeit...

Es kann sein, dass Sie als Betroffener jede dieser Empfindungen haben! Warum? Weil Sie „normale" Empfindungen sind, die mit einer Angst einhergehen. Jeder Mensch mit einer Angststörung, Panikattacken, OKS und Phobien hat diese, manchmal in extremer Form!

All das sind normalen Reaktionen auf die "Flug oder Kampf" Reaktion. Sie glauben da könnte eine Bedrohung sein, egal ob realistisch oder unrealistisch, vielleicht nur eine Empfindung oder ein Gedanke. Was geschieht? Ihr körperliches Alarmsystem sendet sofort Nachrichten an Ihren Körper...

  • Ihr Gehirn fordert Ihren Körper auf, sich auf die bevorstehenden körperliche Aktivitäten vorzubereiten. Ihre Atmung verändert sich, wird schneller oder langsamer. Eventuell reagiert Ihr Körper darauf vielleicht mit Hyperventilation, oder es kann sein, dass Sie plötzlich mit Atemschwierigkeiten bekommen. Es kann sein, dass Ihnen schwindelig wird oder Sie ängstlich werden. Es kann sein, dass Sie zur Toilette müssen, damit Ihr Körper den Darm entleeren kann um dadurch leichter zu werden.

 

  • Ihr Gehirn hat Ihren Körper dazu gebracht, Chemikalien und Hormone freizusetzen, um dadurch Ihr Bewusstsein zu sensibilisieren um die "Flucht oder Kampf" Reaktion zu maximieren. Adrenalin strömt durch Ihren Körper, um Sie auf die körperlichen Anstrengungen vorzubereiten, die Sie während der Angst erleben werden –  ABER, da Sie keiner wirklicher Bedrohung ausgesetzt sind, haben Sie durch dieses Adrenalin lediglich schwindelige schwache Beine, sind desorientiert, fühlen sich schlecht und schwach.
  • Ihr Gehirn signalisiert den Bedarf nach mehr Sauerstoff. Brustmuskeln ziehen sich zusammen, der Blutdruck steigt an, das Herztempo steigt ... ABER, anstatt Ihren Körper mit Sauerstoff in Erwartung auf die "Flucht oder Kampf" Reaktion voll zu pumpen, haben Sie Schmerzen und Unbehagen und das Gefühl, Sie würden einen Herzinfarkt bekommen.

Sie sehen all diese körperlichen Symptome, sind Antworten auf Ihr ängstliches Verhalten. Normalerweise sind diese wichtig für das Überleben aber in Ihrem Fall, da eben keine wirklich Gefahr vorliegt, völlig unpassend ausgelöst!

Genau das ist wichtig, diese körperlichen Empfindungen sind an sich nicht falsch, sondern unpassend, da sie von einer Sache ausgelöst wurden, die nichts mit bevorstehender körperlicher Gefahr zu tun haben!

Wenn Sie an einer Angststörung leiden ist Ihr innerlicher Alarm - Ihre AMYGDALA hypersensibel geworden. Sie kann nicht mehr zwischen realer und unrealer Angst unterscheiden. Sie geht direkt in den absolut roten Alarmbereich über. Sie hat die Fähigkeit verloren angebracht zu reagieren. Ihre Amydala ist auf eine höheres Angstniveau gesetzt worden!

Ich weiß, wie real diese körperlichen Empfindungen sich anfühlen können, vergessen Sie nicht, dass ich sie selbst erlebt habe. Ohne Rücksicht darauf, ob die wahrgenommene Gefahr real oder eingebildet ist, gibt es keinen Zweifel daran, dass diese Empfindungen für Sie sehr real sind, wenn Sie diese erfahren. Aber ich kann nur Eines über sie sagen. ES SIND NUR EMPFINDUNGEN. Und niemand ist jemals an Empfindungen gestorben!

Ja, sie können unheimlich sein.

Ja, sie scheinen sehr real und können Alarm, Schmerz und Unbehagen verursachen.

Dennoch werden Sie nicht daran sterben, nur weil Ihre Amydala nicht mehr angebracht reagieren kann! Sie sind nicht einer wirklichen Gefahr ausgesetzt. Es gibt nichts, das mit Ihnen nicht in Ordnung ist. Sie haben keine mysteriöse Krankheit.

Diese Empfindungen und Gedanken haben nichts mit realer Angst zu tun, sie gauckeln Ihnen das nur vor!

Bevor ich meine Angst mit deer Linden Methode besiegen konnte, habe ich Jahre damit verbracht, in denen ich dachte, ich wäre am Ende meines Lebens. Ich hatte jede denkbare körperliche Empfindung durch gemacht. Ich war mir sicher, ich hätte jede Krankheit oder jedes Gebrechen!

Zurückblickend weiß ich, dass jede dieser Empfindungen eben nicht bedeutet, dass das eben nicht so war. Ich war weit entfernt davon! Ich weiß jetzt, dass diese Empfindungen zeigten, wie lebendig ich war... sie offenbar durch meinen extremen Willen zu Überleben erzeugt wurden!

Ehrlich gesagt sind diese Empfindungen nichts wovor man Angst haben muss!

Ja, wir sollten lernen, den Unterschied zwischen real und unrealer Gefahr zu erkennen.

Ja, wir sollten mehr über die Reaktionen unseres Körpers in Bezug auf "Flucht oder Kampf“ wissen.

Ja, wir sollten unser Amygdala wieder soweit trainieren, damit sie angebracht reagiert.

Aber Nein - wir sollten uns nicht vor reinen körperlichen Empfindungen fürchten!

Niemand ist jemals an Empfindungen gestorben!

 

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