Der Linden Methode BLOG – 6

Ich konnte die letzte Nacht nicht schlafen. Charlie – mein kleiner Junge war Nachts zu uns ins Bett gekommen! Nachdem ich so geweckt worden war, stellte ich fest, dass ich nicht wieder einschlafen konnte, aufgrund eines kräftigen kleinen Paar Pyjamabeinchen, die mich in meine Rippen traten, zusätzlich schnarchte er auch noch!

Ich begann über das dieswöchige Thema des BLOGs nachzudenken, wie Angst einen dazu bringen kann, sich aus dem wirklichen Leben zurückzuziehen. Als ich Charlie ansah, wurde mir klar, wie nah ich an die Grenze gekommen war, durch meine Angst und Furcht so viel von meinem Leben zu versäumen. Auch weil ich Jahre damit verbracht hatte, mich absichtlich immer mehr zurückzuziehen. Es war ein unheimlicher Gedanke, denn wäre es mir damals nicht möglich gewesen, effektiv etwas dagegen zu tun, wäre es niemals dazu gekommen, dass Charlie jetzt neben mir liegen würde und trotz seines Schnarchens, ich könnte mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen.

Angst kann lähmen. Sie nimmt Ihnen Ihr Urvertrauen. Wenn Sie an Panikattacken, fixen Ideen oder Phobien leiden, wird diese Angst immer intensiver. Sie enden als Mensch, der sich vor dem Leben versteckt, und hoffen dadurch Ihren Schmerz vermeiden zu können.

Aber was für ein Leben können Sie erwarten, wenn es durch die Angst eingeschränkt wird?

Eine Zeile aus einem meiner Lieblingsfilme diesbezüglich lautet: „Ein in Angst geführtes Leben ist nur ein halb geführtes Leben." (Strictly Ballroom) Das ist so wahr!

Ich möchte diesen Satz noch etwas erweitern: Ein in Angst geführtes Leben ist ein ungeführtes Leben!

Nur jemand, der jemals mit dieser Angst gelebt hat, weiß, wie verheerend das sein kann. Wie aber bringt Angst Sie dazu, sich aus dem Leben zurückzuziehen?

Wenn Sie auf die Weise betroffen sind, wie ich war, erkennen Sie wahrscheinlich einige von diesen Dinge…

  • die Unfähigkeit, langfristige Verpflichtungen einzugehen, weil Angstleidende durch die „was ist wenn Gedanken“ geplagt werden, leidet darunter auch das Selbstbewusstsein.
  • eine Art der Isolierung, des „alleine seins“, weil Sie davon überzeugt sind, dass niemand anderes verstehen kann, wie Sie sich fühlen.
  • eine extreme Angst vor Veränderungen – trotz der Tatsache, dass Ihre gegenwärtige Situation Sie verzweifelt und unglücklich sein lässt.
  • eine Unfähigkeit, Entscheidungen zu treffen - Sie haben keinerlei Vertrauen mehr in Ihre Fähigkeiten die richtigen Entscheidungen zu treffen.
  • ein Widerwille, etwas zu riskieren da Ihr Verstand immer das „schlecht möglichste Szenario“ bereit hält.

Und dies sind nur eine Hand voll von Beispielen dafür, wie Ihre Angst Ihr Leben einschränkt und Sie davon abhält, Ihre Möglichkeiten auszunutzen.

Grundsätzlich führen Leute mit unpassender Angst ihr Leben defensiv auf einer Ebene, wo sie lediglich „zurecht kommen“, statt „aussich herauszugehen“. Sie sind nur „Zuschauer“, passiv auf emotionaler und körperlicher Ebene zum Leben um Sie herum – und leider eben nicht  aktiv. Dieses aktiv sein ist aber der Schlüssel dafür sich glücklich und erfüllt zu fühlen und eines der wichtigsten Elemente im Leben.

Jetzt möchte ich Ihnen etwas sagen, was Ihnen hoffentlich helfen wird. Haben Sie sich jemals mit einem Zettel und Stift hingesetzt und einmal ausgerechnet, wie viel Zeit Sie mit der Angst verbringen? Eine Stunde? Zwei? Vier? Zehn?

Versuchen Sie es einmal. Wenn Sie an einem Tag  nur 2 Stunden im ängstlichem Modus verbringen, haben Sie in einem Monat schon 60 Stunden verschwendet. Diese Zeit hätten Sie aktiv dazu nutzen können um mit Ihren Kindern zu spielen, für einen Marathon zu trainieren, ein neues Hobby zu erlernen oder gar alte Freunde zu besuchen und Ihr Leben einfach zu genießen.

Stattdessen vergeuden Sie diese wertvolle Zeit, indem Sie, wie im letzten BLOG beschrieben, Empfindungen Ihr Leben beherrschen lassen. Das ist doch verrückt!

Vielleicht hat Ihre Angst so eine Gewalt über Sie, dass Sie diese jeden Tag 8 Stunden haben – das sind im Monat 240 Stunden –  im Jahr 2880 Stunden! Das sind vier Monate! Ein Drittel eines vergeudeten Jahres!

Als es bei mir am schlimmsten war, hatte meine Angst die Gewalt über 90% meiner Gedanken gehabt. Ich war völlig erschöpft. Zurückblickend weiß ich mittlerweile, dass mein Verhalten so hingebungsvoll gewesen sein muss, ansonsten hätte die Angst nicht solche eine große Gewalt über mein Leben gehabt. All diese Zeit, all diese Energie! Wenn ich diese Energie für etwas anderes, wertvolleres gegeben hätte, hätte ich soviel erreichen können! Wohin würde ich mit dieser Angst kommen? Ich merkte, dass ich mein Leben an etwas vergeudet habe, das mir überhaupt nichts zurückgeben würde, dass es eine absolut nutzlose Investition war.

Ich versuchte also wieder Kontrolle zu bekommen und indem ich das tat hatte ich jede Menge extra Zeit und all diese zusätzlichen Energie konnte ich plötzlich für positiven Dingen nutzen! Und es hat mir auf so vielen Ebenen genutzt. Ja, ich hatte mehr Zeit und Energie. Aber das größte, was ich erhielt, war meine persönliche Befreiung!

Plötzlich ...

  • konnte ich wieder Verpflichtungen eingehen, ohne, dass mein Kopf mir sagte, es ist nicht möglich. Ich kümmerte mich nicht mehr um einen „Notfallplan“.
  • ich war wieder in der Lage mich auf meine Zukunft einzulassen, ohne mich dabei ständig fragen zu müssen, ob ich die Dinge, die auf mich zukommen würden auch durchstehen könnte. Ich hatte keine Angst mehr, Menschen enttäuschen zu müssen.
  • meine Entscheidungen basierten auf rationalem Denken – nicht auf der Angst.
  • ich erreichte meine Ziele, die ich mir vorgenommen hatte
  • ich machte langfristige Entscheidungen, ich beschloß zu heiraten und langfristig eine Familie zu gründen­
  • ich fühlte mich in der Lage, Verantwortung zu übernehmen und mich um andere zu kümmern.
  • ich machte bewusst Veränderungen.
  • ich verlor dieses Gefühl der Isolierung. Ich lebte nicht mehr wie ein Zombie, Ich nahm aktiv am Leben teil.

Ich kann Ihnen gar nicht sagen, welch eine Entlastung das alles war. Und die wunderbarste Sache daran ist, so wie die Angst eine Abwärtsspirale ist, die dazu führt, dass man sich immer mehr aus dem Leben zurückzieht, so ist diese Befreiung ein erhebender Zyklus, der wächst und wächst. Sobald Sie damit begonnen haben, können Sie ihn nicht aufhalten!

Ich bin mir sicher, wenn ich damals nichts gegen meine Angst getan hätte, wäre ich immer noch in dieser Abwärtsspiral gefangen, wäre immer weiter nach unten gezogen worden und hätte immer mehr zugelassen, dass die Angst mein Leben beeinflusst hätte.

Fürchten Sie sich deshalb nicht vor dem Neuen. Freuen Sie sich stattdessen auf all die wunderbaren Möglichkeiten, die Ihnen Ihr Leben weiterhin bieten wird! Wenn ich mir meine Familie so ansehe, bin ich froh darüber, dass ich meine Furcht und Ängste überstehen konnte. Die Antwort liegt nämlich eben nicht in dem „sich zurückziehen“, sie liegt darin, alles zu tun, um diese Angst zu besiegen. 

Die Linden Methode zeigte mir immer wieder, wie schnell dies erreicht werden kann, wie schnell alles geändert werden kann, beinahe über Nacht. Das sind auch die Erfahrungen die die Mehrheit meiner Klienten gemacht haben. Das Wissen, was man dagegen tun kann ist das, welches Sie benötigen, um sich nicht hinter Ihrer Angst verstecken zu müssen!

Danke für Ihre investierte Zeit und das Lesen des BLOGs.

Beste Wünsche,

Charles

 

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